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Tag-und-Nacht-Gleiche 2012

Heute ist der Tag der Frühlings Tag-und-Nacht-Gleiche, auch Frühlingsäquinoktium genannt.
Dieser Tag markiert den meterologischen Beginn des Frühlings, Tag und Nacht sind heute genau gleich lang, wie uns bereits der Name verrät.
Im (neu-)heidnischen Jahreskreis feiern wir heute “Ostara”, das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings.
Der heutige Tag stellt also einen Wendepunkt dar. Die karge Zeit ist vorbei. Die Tage sind ab morgen wieder länger als die Nächte. Die von Wachstum und Fruchtbarkeit geprägte Zeit des Jahres beginnt. Das Jahresrad dreht sich weiter.

Sehr spannend finde ich es deshalb, dass die Tageskarte des heutigen Tages (Quersumme des Datums) Trumpf X das Rad ist.

rad

Das "Rad des Schicksals" in verschiedenen Decks*.

Das Rad, unter anderem auch “Rad des Schicksals” (z.B. Rider Waite) oder “Glück” (z.B. Thoth Tarot, Crowley-Harris) genannt, zeigt ebenfalls oft einen Wandel, eine Veränderung, einen Wendepunkt an. Es steht symbolisch für den Lauf des Lebens, der einem stetigen Wandel unterworfen ist. Auch an das “Rad der Zeit” erinnert uns diese Karte und damit auch an die Vergänglichkeit.

In der “Reise des Helden”, die ich im “Julkalender” schon vorgestellt habe, markiert das “Rad des Schicksals” den Punkt der Reise des Helden, an dem er, nachdem er sein zu Hause verlassen und alles gelernt hat, was er für seinen weiteren Weg braucht, nun erfährt was seine Bestimmung, seine Berufung ist, bzw. er seine (Lebens-)Aufgabe erhält.

Taucht das Rad auf, ob in einer Legung oder als Einzelkarte, so kann es uns zum einen auf eine Veränderung aufmerksam machen, oder aber auch darauf, dass der richtige Zeitpunkt für etwas gekommen ist. Auch kann es anzeigen, dass die Herausforderung, mit der wir gerade ringen, eine ist, die für uns einen wichtigen Lernprozess beinhaltet, auch wenn sich der Sinn uns vielleicht noch verschließt.

Das “Rad des Schicksals” läd uns heute am Tag der Frühlings-Tagundnachtgleiche dazu ein, die Wandlungen und Veränderungen um uns herum ganz genau zu beobachten und bewusst wahrzunehmen. Es motiviert uns dazu Aufgaben, die sich uns stellen, engagiert anzugehen und offen zu sein für die Weisheiten und Erkenntnisse, die sich hinter ihnen verbergen.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt um Veränderungen in Angriff zu nehmen und sich auch inneren Wandlungsprozessen zu widmen, bzw. sich für diese zu öffnen. So ist dies zum Beispiel auch ein guter Tag um die Karten zu befragen und seiner eigenen Berufung, seiner eigenen Lebensaufgabe nachzuspühren und zu erforschen was bei uns gerade im Wandel ist.

Ich wünsche euch viel Spaß dabei!
Möge mit dem Frühling und der Lebendigkeit, die man nun überall in der Natur sehen und spühren kann, Fröhlichkeit, Glück und Zuversicht in euer Leben kommen, wachsen und reiche Früchte tragen!

*Die Decks von Links nach Rechts:
Rider Waite Tarot von Arthur Edward Waite und Pamela Coleman Smith ISBN: 978-3905021301
Paulina Tarot von Paulina Cassidy. ISBN: 978-1572816299
Das Delphische Tarot von Liz Greene und Juliet Sharman-Burke. ISBN: 978-3890602660
Wheel of the Year Tarot von Maria Caratti und Antonella Platano, ISBN: 978-0738729565

Kartensammlung

Wie ihr oben sehen könnt, gibt es einen neuen Reiter: “Sammlung”. Dort findet ihr meine Tarot- und meine Orakelkartensammlung. Außerdem werde ich noch eine Seite mit meinen (aktuellen) Top 10 machen.

Ich bin eine leidenschaftliche Karten-Sammlerin und da ich weiß, dass es unter den KartenlegerInnen viele SammlerInnen gibt, die genauso gerne in Decks stöbern wie ich, habe ich nun hier meine Sammlung eingestellt. Mein ergeiziges Vorhaben ist es, euch nach und nach alle Decks einzeln vorzustellen.

Gerne könnt ihr Wünsche äußern, welche Decks ich zuerst vorstellen soll. Ich werde versuchen das zu berücksichtigen. :)

Mit etwas Glück werde ich schon in dieser Woche mit der ersten Deck-Vorstellung beginnen, da ich aber vorhabe dies in Form von Videos zu machen und ich in dieser Beziehung noch keine Erfahrung habe, kann ich es nicht versprechen. Drückt mir also die Daumen, dass ich mich mit der Technik schnell zurecht finde. ;)

Imbolc Legesystem

Am 1. oder 2. Februar feiern wir Imbolc, das Mondfest des Winters, es ist eines der vier keltischen Hochfeste, bzw. eines der 8 Jahreskreisfeste im (Neu-)Heidnischen Jahreskreis.

Die zentralen Aspekte Imbolcs stellen das Aufkeimen des Lebens und die Wiederkehr des Lichtes dar. Es ist eine Zeit der Erneuerung, des Neuanfangs und vor allem der Reinigung, im Innen wie im Außen.

Bei der Frage wie wir die Energien, die in dieser Zeit vorherschen, am besten für unsere eigene Situation nutzen können, was vertrieben werden sollte, wo Reinigung und Erneuerung gebraucht wird und in welche neuen Pläne wir unsere frischen Energien stecken sollten, kann uns dieses von mir entworfene Imbolc – Legesystem helfen.

imbolc-legesystem

1. Signifikator. Hier stehe ich jetzt.
2. Das ist vergangen, das kann jetzt losgelassen werden.
3. Das steht im Feuer der Reinigung und muss noch mal überdacht
werden. Hat es noch Gültigkeit für mich?
4. Das kann jetzt erneuert werden. Hierauf kann ich zählen oder es
weiterentwickeln.
5. Das steht im Licht, hier liegt das Potential für neue Pläne, hierauf sollte
ich meine Energie richten.
6. Das hält das Frühjahr für mich bereit.

Mehr zu Imbolc findet ihr in meinem Hexen-Blog hexenpfade.de.

Eremiten-Jahr und die Welt

Meine aktuelle Jahreskarte ist der Eremit. Es ist meine errechnete Jahreskarte. Sie errechnet sich aus der Quersumme aus Geburtstag, Geburtsmonat und dem aktuellen Jahr und gibt uns einen Einblick in das kommende Jahr. Sie wird auch Wachstumskarte genannt, denn sie zeigt uns gleichzeitig auch Entwicklungsmöglichkeiten auf.

JKE

Der Eremit im Baroque Bohemian Cats Tarot von Magic Realist Press und im Rider Waite

Der Eremit rät mir dazu mir Zeit für mich zu nehmen. Zeit um mich zurück zu ziehen. In mich zu gehen. Mich zu sammeln und  herauszufinden was mir wirklich wichtig ist. Was ich wirklich will. Dabei sollte ich mich von nichts und niemandem beeinflussen lassen, sondern ganz bei mir selbst bleiben. In spiritueller Hinsicht ist der Eremit eine Karte der Selbsterkenntnis. Der Eremit stellt mir dabei in Aussicht, dass ich durch (innere) Ruhe auch zu Erkenntnis und Klarheit finde.

Zu meiner errechneten Jahreskarte, habe ich ergänzend noch eine aus den großen Arkanen des Cat’s Eye Tarot gezogen. Die Welt.

JKW

Die Welt im Cat's Eye Tarot und im Rider Waite

Die Welt erzählt mir davon, dass ich in diesem Jahr “ankommen” darf. Zusammen mit dem Eremiten ergibt dies für mich, dass ich sehr gute Chancen habe, dass der Selbsterkenntnis- und Selbstfindungsprozess, den der Eremit ankündigt, für mich sehr vielversprechend wird.  Der Eremit schickt mich auf den Weg zu mir selbst, damit ich erkennen kann was ich wirklich will und die Welt stellt mir in Aussicht, dass ich auch wirklich fündig werde.

Ich befinde mich tatsächlich gerade in einer Phase meines Lebens, in der ich das Bedürfnis habe herauszufinden was ich wirklich will. Was mir wirklich wichtig ist. Wohin mein weiterer Weg gehen soll. Der Eremit zeigt mir, dass der Schlüssel zu der Klarheit, die ich mir wünsche, in der Besinnung auf mich selbst liegt und darin zur Ruhe zu kommen, mir Zeit für mich zu nehmen und mir auch Zeit zu lassen. Die Welt schenkt mir dabei Hoffnung und vermittelt mir das Gefühl, dass alles gut wird.

Rauhnächte und Rauhnachtskarten

Als Rauhnächte oder Rauchnächte bezeichnet man den Zeitraum um den Jahreswechsel. Je nach Region und Glauben wird der konkrete Zeitraum etwas anders angegeben. Für Manche beginnen sie mit der Wintersonnenwende bzw. dem Thomastag am 21. Dezember. Für Andere beginnen sie erst am 25. Einig sind die Meisten sich beim Enddatum, dem 06. Januar (Dreikönigstag). Wieder Andere halten sich an gar keine festen Daten und verlassen sich lieber auf ihre eigene Intuition und ihr Bauchgefühl während sie die Natur beobachten und sich in die Zeitqualität einfühlen.

Über die Herkunft ihres Namens gibt es ebenfalls unterschiedliche Spekulationen. So soll er beispielsweise vom Brauch des Räucherns stammen, da es gerade in früheren Zeiten (und heute wieder) üblich gewesen ist, in dieser Zeit Haus und Ställe zu räuchern, um böse Geister zu vertreiben.Die bösen Geister, die in diesen Zeiten umgehen sollen, könnten ein weiterer Ursprung des Namens der Rauhnächte sein. Das Wort Rauh oder auch Rauch geht eventuell auf das mittelhochdeutsche Wort rûch zurück, dass soviel wie „haarig“ bedeutet. Haarige mystische Wesen sollen in diesen Nächten umgegangen sein, auch Mischwesen aus Mensch und Tier. Außer dem Räuchern gab und gibt es auch den Brauch die „bösen Geister“ mit viel Lärm und schrecklichen Masken zu vertreiben.

Die Rauhnächte werden auch Losnächte genannt, womit wir zu einem ihrer interessantesten Aspekte kommen. Sie wurden schon immer gerne auch zur Zukunftsdeutung genutzt. Es gibt allerlei Bauernregeln und die verschiedensten Orakel in dieser Zeit. Auch die Tiere soll man in diesen Nächten, besonders um Mitternacht herum, in menschlicher Sprache sprechen hören können, dies gilt insbesondere für die Nacht vom 24. auf den 25.12.

Die meisten Orakel richten sich konkret auf die Zukunftsschau. Eine unverheiratete Frau zum Beispiel sollte in der Haustüre mit Blick nach innen stehen und einen ihrer Schuhe hinter sich werfen. Landet er mit der Spitze Richtung Tür wird ein Bräutigam ins Haus kommen. Steht die Unverheiratete vor dem Haus und hört Hunde bellen, dann soll sie darauf achten aus welcher Richtung das Gebell kommt, denn aus dieser Richtung wird auch ihr zukünftiger Bräutigam kommen.

Eine schöne Möglichkeit die Rauhnächte zur Divination zu nutzen sind auch die Rauhnachtskarten. An Zwölf aufeinander folgenden Abenden zieht man dazu je eine Karte aus dem Tarot. Diese Karten stehen dann jeweils für einen Monat des Jahres. Die Karte des ersten Abends für den Januar des neuen Jahres, die Karte des zweiten Abends für den Februar usw. Es empfiehlt sich die Karten gut zu notieren, damit man sie im Laufe des Jahres immer mal wieder betrachten kann.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr interessant sein kann, sich zunächst spontan ein paar Notizen zu machen und dann jeweils zu Anfang und zum Ende eines Monats ebenfalls. Besonders interessant ist es dann, sich am Jahresende noch einmal hin zu setzen, die Notizen zu lesen und das Jahr Revue passieren zu lassen.

Während er Rauhnächte sollte man nicht arbeiten. Insbesondere das Wäschewaschen war in dieser Zeit verboten, denn es soll Unheil bringen und auch heute noch soll es Gemeinden geben in denen es verboten ist seine Wäsche während dieser Zeit draußen aufzuhängen.

Die Rauhnächte sind eine Zeit der Besinnung, der inneren Einkehr, aber auch eine Zeit in der gefeiert werden soll. Das alte Jahr wird verabschiedet und das Neue fröhlich und lautstark begrüßt.

In diesem Sinne: be-sinnliche, mystisch-magische, sowie fröhliche Rauhnächte und viel Spaß beim Orakeln!

Julzeitkalender Türchen 22

JK22

Die Welt im Märchen-Tarot* von Lisa Hunt und im Rider Waite

Und sie leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage …

Lisa Hunt ordnet Trumpf XXI kein eigenes Märchen zu, sondern widmet diese Karte dem “glücklichen Ende” (fast) aller Märchen. “Das glückliche Ende” so heißt die Karte in der deutschen Version. Im Englischen Original heißt sie “Happily Ever After” was eher unserem “Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage…” entspricht und ich noch wesentlich aussagekräftiger finde. Leicht kann man sich das Ende der vielen Märchen, Mythen, Legenden und Filme in Erinnerung rufen an dem dann endlich alles Gut ist. Der Prinz und die Prinzessin heiraten und schließen sich glücklich in die Arme. Alle Schwierigkeiten und Hindernisse sind überwunden, alles Übel besiegt und vertrieben, das kostbare Gut ist gerettet, der Held ist angekommen und hat alle seine Aufgaben erfüllt, alle Lektionen gelernt, alle Prüfungen erfolgreich überstanden.

Die Welt spricht von Lebendigkeit und Ganzheit. Sie sagt uns, dass wir angekommen sind, zu Hause sind. Am richtigen Ort, zur richtigen Zeit.

Die Welt in Kürze: Ganzheit, angekommen sein, zu Hause sein, tiefste Zufriedenheit, Happy End

*Das Märchen-Tarot von Lisa Hunt, im Deutschen erschienen im Arun Verlag. www.thefairytaletarot.com

Ich hoffe euch hat unsere märchenhafte Reise durch die großen Arkanen Spaß gemacht und ihr lest auch weiter eifrig mit, denn ihr werdet hier auch weiterhin interessante Artikel über das Tarot, spannende Legesysteme und unterschiedlichste Decks finden.

Die Reise des Helden beschreibt eine Transformations- und Initiationsreise. Eine Reise zu uns selbst, zur Ganzwerdung und Heilung. Sie ist eine Parabel über den Lebensweg jedes Menschen. Ich werde dieses Thema hier sicher immer wieder einmal aufgreifen. Wer dazu etwas lesen möchte, dem kann ich Hajo Banzhafs “Tarot und der Lebensweg des Menschen” nur wärmstens ans Herz legen. Ein wirklich wunderbares Buch.

Julzeitkalender Türchen 21

JK21

Das Gericht im Fairytale Tarot* von MRP und im Rider Waite

Schneewittchen

Hinter dem Türchen Nummer 21 erwartet uns ein weiteres sehr bekanntes Märchen, dass in unzähligen Versionen erzählt, aufgeführt und verfilmt wurde, Schneewittchen.

Eine gute Frau wünscht sich sehnlichst ein Kind. So weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz soll es sein. Und tatsächlich, ihr Wunsch wird erfüllt, sie bekommt eine Tochter, die sie Schneewittchen nennt. Sie selbst jedoch stirbt.

Schneewittchen wächst zu einem wunderschönen Mädchen heran. Der Vater heiratet erneut. Die Stiefmutter allerdings, eine sehr eitle Frau, ist eifersüchtig auf die Schönheit des Kindes. Als ihr magischer Spiegel ihr sagt, dass Schneewittchen um so vieles schöner ist als sie selbst, fasst sie den Entschluss diese töten zu lassen. Doch der Jäger, den sie damit beauftragt, lässt Schneewittchen fliehen.

Schneewittchen gelangt über die sieben Berge zu den sieben Zwergen, die das fleißige Mädchen bei sich aufnehmen. So scheint sie zunächst gerettet, doch der magische Spiegel verrät der Stiefmutter, dass sie noch immer lebt und so trachtet diese der jungen Frau weiter nach dem Leben.

In verschiedenen Verkleidungen sucht die Stiefmutter Schneewittchen auf, wenn die Zwerge im Bergwerk zur Arbeit sind und versucht sie erneut zu töten, doch jedes Mal können die Zwerge Schneewittchen noch retten. Beim dritten Mal jedoch gibt die Stiefmutter Schneewittchen einen vergifteten Apfel und dieses Mal scheint ihr Werk gelungen zu sein.

Die Zwerge trauern um Schneewittchen und legen sie in einen gläsernen Sarg. Eines Tages kommt ein Prinz zum Haus der Zwerge. Er sieht Schneewittchen im Sarg liegen und verliebt sich in sie. Er kann die Zwerge dazu überreden sie frei zu geben und will sie ihm Sarg mit sich nehmen. Beim Tragen des Sarges stolpert einer der Träger und das vergiftete Apfelstück fällt aus Schneewittchens Mund, sie erwacht und ist wieder lebendig und gesund. Der Prinz heiratet Schneewittchen und sie leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

(z.B. nachzulesen in den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, oder im Begleitbuch zum Fairytale Tarot von Karen Mahony (englisch))

Das Gericht

Unser Held kann nun endlich seine Aufgabe abschließen. Er kann nun das kostbare Gut, dass er auf seiner Reise errungen hat einsetzen, um zu heilen. Ganz gleich ob es eine heilende Pflanze, ein Elixier, eine Zauberformel, ein Kuss oder wie bei Parzival auch schlicht die richtige Frage ist, die die Erlösung und Heilung bringt. Dies ist der Moment in dem die verzauberte Prinzessin oder der verwunschene Prinz sich endlich wandeln und ihre/seine wahre Gestalt annehmen kann. Dies alles kann aber nur gelingen, weil sich unser Held auf seinem langen Weg zuvor als würdig erwiesen hat und nun reinen Herzens diese Aufgabe erfüllt.

Das Gericht zeigt an, dass nun die Zeit des Leidens vorbei ist. Schwierigkeiten, Probleme und Sorgen können jetzt überwunden und Lösungen gefunden werden. Trumpf XX ermutigt uns dazu, uns dabei von unserer inneren Stimme leiten zu lassen und nichts mit Gewalt erzwingen zu wollen.

Das Gericht in Kürze: (Problem-) Lösung, Erlösung, Heilung, Überwindung von Schwierigkeiten, wundersame Wandlung

*Das Fairytale Tarot: www.fairytaletarot.com von Karen Mahony, Alex Ukolov (Design) und Irena Triskova (Artwork)

Heute in der Nacht vom 21. auf den 22.12. ist die Mittwinter-Nacht. Es ist die längste Nacht des Jahres. Nach dieser werden die Tage langsam aber stetig wieder länger. In früheren Zeiten wurde – wie heute von vielen (Neu-)Heiden wieder – die Wiedergeburt des Lichts, der Sonne, gefeiert. Gerade in alten Zeiten glich auch diese Nacht einer Erlösung, denn mit der wiedergeborenen Sonne kamen auch die Wärme und das Leben zurück. Die Julnacht ist für mich aber noch mehr verbunden mit dem Stern, der die Hoffnung bringt, darauf das alles gut werden wird, wenn die Sonne nun wieder an Kraft gewinnt.

Euch eine wunder-volle Julnacht!

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Julzeitkalender Türchen 20

JK20

Die Sonne im Märchen-Tarot* von Lisa Hunt und im Rider Waite

Die drei Tierbrüder

Das Märchen von den drei Tierbrüdern erzählt uns von drei verwunschenen Prinzen, die in Tiere verwandelt wurden. Einen Falken, einen Hirschen und einen Delphin. Die drei Brüder verlieben sich in drei Prinzessinnen, ebenfalls Schwestern. Doch deren Vater, der König, will sie zunächst nicht mit Tieren vermählen.

Die Tierbrüder rufen tierische Gefährten zur Hilfe. Vögel die den Garten des Königs verwüsten, Säugetiere, die die Felder des Königs kahlfressen und zertrampeln und Fische und andere Meerestiere, die den Hafen des Königs fluten.

Der König gibt sich daraufhin geschlagen und die Tierbrüder dürfen die Prinzessinnen heiraten und mit sich nehmen. Die Mutter gibt ihren Töchtern noch jeder einen Ring mit, damit sie einander immer erkennen können.

Der König und die Königin bekommen ein weiteres Kind, einen Sohn, den sie Tittone nennen und als dieser herangewachsen ist, will er seine Schwestern besuchen. Er erhält ebenfalls einen Ring von seiner Mutter, der den Ringen der Schwestern gleicht und zieht los.

Nacheinander besucht er jede seiner Schwestern. Jede freut sich ihn zu sehen und auch von seinen Schwagern wird er gut aufgenommen. Jeder von ihnen gibt ihm etwas von sich mit, der eine eine Feder, der andere ein Haar, der dritte eine Schuppe. Sollte er einmal ihre Hilfe brauchen, solle er das Geschenkte auf den Boden werfen und nach ihnen rufen.

Tittone reist weiter und kommt in einen dunklen Wald, wo er schließlich in einem Turm eine gefangene Prinzessin sieht, die von einem Drachen geraubt wurde. Er ruft seine Schwager herbei und bittet sie ihm dabei zu helfen die Prinzessin zu befreien. Mit Hilfe der besonderen Fähigkeiten der Tiere gelingt es ihnen die Prinzessin unbeschadet zu befreien, den Drachen zu besiegen und den Turm zu zerstören.

Die befreite Prinzessin ist überglücklich. Durch ihre Rettung löst sich auch der Fluch, der auf den Tierbrüdern liegt und sie werden zu stattlichen Prinzen. Tittone heiratet die Prinzessin und seine Schwestern und ihre Männer können sich endlich als Menschen in die Arme schließen. Alle acht leben glücklich und zufrieden.

(italienisches Märchen, nachzulesen z.B. im Begleitbuch zum Märchen-Tarot von Lisa Hunt)

Die Sonne

Mit Trumpf XIX der Sonne, hat es unser Held endlich geschafft. Er hat alle Gefahren überstanden, das Monster besiegt und den Heimweg gefunden. Das kostbare Gut ist gerettet und der Held durch all das Überstandene geläutert und gereift. Er kennt nun seine Fähigkeiten, seine Lichten-, sowie seine Schattenseiten und hat es gelernt beide zu vereinen und in seine Mitte zu finden.

Unser Held ist nicht mehr der Narr, der die Reise begann, er ist nun der weise Tor. Insbesondere in klassischen Tarots wie dem Rider Waite sehen wir auf dieser Karte ein Kind, welches die Wiedergeburt symbolisiert. Unser Held hat die Fähigkeit die Welt mit den Augen und dem reinen Herzen eines Kindes zu betrachten, gleichzeitig ist er Eingeweihter, der um die geheimen Mysterien weiß und sie in ihrer Tiefe verinnerlicht und verstanden hat.

Jetzt ist es Zeit zu feiern und die Sonnenseiten des Lebens zu genießen. In einer Legung steht die Sonne für Selbstbewusstsein im besten Sinne und die neue Lebensfreude nach einer Krise. Sie ermuntert uns dazu unbekümmert und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Natürlich kann uns die Sonne an entsprechender Stelle auch davor warnen zu Sorglos zu sein.

Die Sonne in Kürze: Lebensfreude, Vitalität, Klarheit, Sorglosigkeit, Optimismus, Geborgenheit, sich wie neugeboren fühlen, Selbstbewusstsein, Selbstverwirklichung, in sich Ruhen, in seiner Mitte sein

*Das Märchen-Tarot von Lisa Hunt, im Deutschen erschienen im Arun Verlag. www.thefairytaletarot.com

Julzeitkalender Türchen 19

JK19

Der Mond im Fairytale Tarot* von MRP und im Rider Waite

Die Nixe im Teich

ein Müller, den große Geldsorgen plagen, geht in der Nacht am Mühlteich vorbei. Da sieht er eine Frau aus dem Wasser auftauchen. Sie ruft nach ihm und er klagt ihr sein Leid. Die Meerjungfrau verspricht ihm Reichtum, wenn er ihr dafür das jüngste Geschöpf aus seinem Haus brächte.

Der Müller geht beschwingt nach Hause, er will der Meerjungfrau einen Hundewelpen oder ein junges Kätzchen bringen, doch zu seinem Entsetzen erfährt er als er heimkehrt, dass seine Frau soeben einen Sohn geboren hat. Er erzählt seiner Frau von seinem Versprechen und sie beschließen erst einmal nichts zu tun, als dafür zu sorgen, dass ihr Sohn nicht zum Mühlteich geht.

In den kommenden Jahren erhält der Müller den versprochenen Reichtum und sein Sohn wächst zu einem tüchtigen Jäger heran. Auch findet er eine gute Frau, die er heiratet.

Eines Tages, als er von der Jagd kommt, will er sich waschen, entgegen des Verbotes, das er die ganzen Jahre beachtet hatte, will er sich im Mühlteich waschen und wird von der Meerjungfrau in die Tiefe gezogen.

Seine Frau sucht ihn daraufhin und erkennt an seinen Sachen, die am Ufer des Teichs zurück blieben, dass der Müllersohn von der Meerjungfrau geholt worden sein muss. Sie weint bitterlich und ist der Verzweiflung nah, doch bekommt sie schließlich Hilfe von einer Hexe. Die alte Frau gibt ihr Ratschläge durch deren Hilfe es ihr letzlich gelingt ihren Mann aus dem Teich zu befreien.
Hier variiren die Erzählungen stark, einig sind sie sich allerdings darin, dass der junge Mann zwar gerettet wird, dass er und seine Frau jedoch getrennt werden. Schließlich finden sie, die beide inzwischen Schafhirten sind, sich wieder, haben aber keine Erinnerung mehr aneinander. In manchen Versionen des Märchens werden bei der Frau durch die Begegnung letztlich Erinnerungen wachgerufen, die dazu führen, dass der Bann gebrochen wird. Die Beiden erkennen sich und gehen gemeinsam und glücklich zurück in ihre Heimat.

(nachzulesen unter anderem bei den Gebrüdern Grimm, oder im Begleitbuch zum Fairytale Tarot von Karen Mahony (englisch))

Der Mond

Trumpf XVIII, der Mond, bringt unserem Helden nun auf seinem Heimweg die letzten Stolpersteine, die alles was er bisher errungen hat wieder zunichte machen und ihn doch noch scheitern lassen können. Oft bekommt er Beispielsweise eine Anweisung für den Rückweg, an die er sich strickt halten muss (wie z.B. sich auf keinen Fall umzusehen), sonst ist alles verloren.

Der Mond macht uns darauf aufmerksam, dass der Weg ins Un(ter)bewusste kein ungefährlicher ist. Die Beschäftigung mit ihm und den (geheimen) Mysterien birgt Gefahren, deren man sich bewusst sein sollte. Früher waren die alten Mysterienschulen nicht für jedermann zugänglich. „Im Unterschied dazu ist esoterisches Wissen heute praktisch jedem zugänglich, wodurch manches verwässert und wahres esoterisches Wissen von vordergründigem Hokuspokus an den Rand gedrängt wird. […] Wer sich aber nur von möglichst simplen und bequemen Erklärungen angezogen fühlt und sie für das geheime Wissen hält, nach dem er sein Leben einrichtet, der sollte sich fragen, ob er nicht gerade freudigen Herzens Weltflucht betreibt, die ihn früher oder später in einen Zauberwald verschlägt, aus dem nur schwer wieder herauszufinden ist.“ (Hajo Banzhaf, „Tarot und die Reise des Helden“ S. 144)

Der Mond steht in einer Legung häufig für Ängste, Sorgen und Irritationen, er rät uns dazu diese auch durchaus ernst zu nehmen, ohne uns aber von ihnen entmutigen zu lassen. Er kann auch für eine Grenze oder Schwelle stehen, insbesondere für solche, die mit unseren (unbewussten) Ängsten zu tun haben und uns dazu ermutigen uns mit ihnen auseinanderzusetzen und sie zu überwinden. Trumpf XVIII kann uns aber auch davor warnen uns in Traumwelten zu verlieren.

Der Mond in Kürze: Ängste, Irritationen, Sorgen, das Un(ter)bewusste, geheime Mysterien, unerwartete Stolpersteine/Hindernisse, Gratwanderung, “sich im Zauberwald verirren”, an einer Schwelle stehen

*Das Fairytale Tarot: www.fairytaletarot.com von Karen Mahony, Alex Ukolov (Design) und Irena Triskova (Artwork)

Julzeitkalender EXTRA-Türchen

Dieses Türchen ist ein *Special* zusätzlich zu Türchen 18, in dem ich euch heute von der Legende von der Sternenmaid und Trumpf XVII, dem Stern, erzählt habe. Grund für dieses Extra-Türchen ist der Adventskalender des Tarot e.V. an dem ich mich beteilige. Den Adventskalender findet ihr auf der Facebook Seite unseres Vereins. Heute stelle ich dort meinen Weg zum Tarot vor und ihr könnt eine Tarotberatung bei mir gewinnen. Dazu müsst ihr nur auf die Facebook-Seite des Tarot e.V. gehen, mein Türchen Nr. 18 ansehen und auf “gefällt mir” klicken. Es lohnt sich übrigens auch, sich die anderen Türchen dort anzusehen. ;)

Hier nun möchte ich ergänzend zu oben genanntem Adventskalender-Türchen meine “Freyja Legung” vorstellen, die ich im Rahmen meiner schriftlichen Prüfungsarbeit zur geprüften Tarotberaterin (Tarot e.V.) entwickelt habe.

Die “Freyja Legung” ist ein Legesystem zur Selbsterkenntnis/ – analyse. Die nordische Göttin Freyja, hat drei Haupt-Aspekte: den der Liebesgöttin, den der Walküre/Kriegerin und den der Zauberin. Diese drei Aspekte trägt jeder von uns in sich. Den einen stärker, den anderen weniger stark. Die Freyja- Legung soll dazu dienen diese drei Aspekte in uns näher zu beleuchten, eventuell Blockaden zu erkennen und einen Weg zu finden diese drei Ebenen in Einklang zu bringen.

LS-fl

Freyja Legung

S = ist der Signifikator, er kann bewusst gewählt, aber auch frei gezogen werden.

Von oben nach unten:

1,4,7 = die Zauberin: meine Spiritualität

2,5,8 = die Liebesgöttin: meine sinnliche, körperliche Seite; meine Sexualität

3,6, 9 = die Kriegerin: meine Kraft meine kämpferische Seite

Von links nach rechts:

1,2,3 = das Lebe ich bereits

4,5,6 = das blockiert mich, das hindert mich daran mich weiter zu entwickeln

7,8,9 = das kann die Blockade lösen, das bringt mich weiter, das will gelebt werden

10 = das kann mir helfen alle drei Aspekte zu vereinen und meine Mitte zu finden.

Ich wünsche euch viel Spaß beim ausprobieren der Legung. Solltet ihr fragen dazu haben, könnt ihr sie hier gerne stellen. Außerdem viel Glück denen, die an der Verlosung teilnehmen. ;)